Das groe Lexikon der Bundesliga-Torhter 11FREUNDE

November 2024 · 2 minute read

Da hat der Kri­mi­autor Horst Bosetzky schon ganz recht, Tor­hüter sind bedau­erns­werte Zeit­ge­nossen: Der Tor­wart soll etwas ver­hin­dern und zwar nicht etwas ganz Belie­biges, son­dern das Schönste. Dass er rein­geht. Der Ball.“ Und obwohl der Tor­hüter so etwas unver­mit­telt als Feind der Schön­heit dar­steht, wurden im Fuß­ball immer auch die großen Tor­hüter ver­ehrt, inter­na­tio­nale Helden wie Lew Jaschin und Gordon Banks ebenso wie deut­sche Tor­steher wie Hans Til­kowski und Sepp Maier. Doch neben den gefei­erten Natio­nal­kee­pern taten in 40 Jahren Bun­des­liga auch zahl­lose Tor­hüter Dienst, die längst aus dem kol­lek­tiven Gedächtnis ver­schwunden sind, ob Robert Frese, Klaus Gün­ther oder Her­bert Eitel­jörge. Sie alle und über 300 wei­tere Tor­wächter wür­digt B.F. Hoff­mann in seinem Lexikon der Liga-Tor­hüter mit aus­führ­li­chen Bio­gra­phien. Überaus sach­kundig und dabei stets mit Blick für das lau­nige Detail por­trä­tiert Hoff­mann die Keeper. Rai­mund Aumann beschei­nigt er: Auf dem ersten Mann­schafts­foto hockte Aumann noch schüch­tern und schmächtig neben den erfah­renen Goa­lies Müller, Pfaff und Jung­hans“, bei Georg Koch men­schelt es kräftig: Privat trinkt der boden­stän­dige Zer­berus gern ein Bier­chen‘ in der nächsten Dorf­kneipe“, und auch Wolf­gang Kleffs kleine Rolle als Dop­pel­gänger und Fri­seur in Otto Waalkes’ erstem Kino­film bleibt nicht uner­wähnt („Haar muss atmen“). Gar­niert werden die Lexi­kon­bei­träge durch Auf­sätze zum Thema. Hoff­mann lässt noch einmal die his­to­ri­sche Ent­wick­lung der pro­fes­sio­nellen Tor­wart­aus­rüs­tung Revue pas­sieren, vom Ori­ginal-Modell Wolf­gang Fah­rian“ mit Ellen­bo­gen­polster über Expe­ri­mente mit Erich Deu­sers Sal­ben­ver­band, aus dem später das Haft­s­chaum­profil ent­stand bis zur futu­ris­tisch anmu­tenden Ortho-Tec-Pro­tec­tion“ der Firma Reusch und andere Spe­zia­li­täten aus der Hand­schuh­for­schung. Ein längst über­fäl­liges Buch.

Mit einem Vor­wort von Sepp Maier. Schwarz­kopf & Schwarz­kopf, Berlin 2003, 480 Seiten, 19,80 €

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