Grund für den Aktionismus in Sachsen ist das erste WM-Spiel der Niederländer, die am 11. Juni in der Messestadt auf Serbien-Montenegro treffen. In Leipzig scheint man diesbezüglich weniger Angst vor den holländischen Horden als vor der eigenen Bevölkerung zu haben. Wie sonst ist es zu erklären, dass sich die Stadt in Vorbereitung auf den niederländischen Ansturm an der drei Millionen Euro teuren Freundlichkeitskampagne der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) und dem Organisationskomitee (OK) der WM beteiligt. Die Leipziger sollen an allen Ecken mobilisiert werden. „Es werden Taxifahrer in Englisch geschult, um die Sehenswürdigkeiten zu benennen und sich mit den Gästen über Fußball zu unterhalten“, sagte Andrea Peuker vom WM-Büro der Stadt. Ah, yes. „Sis is se Völkerschlachtdenkmal and sis is se Stadion. Why is your clothes orange?“
Aufkleber, Wimpel und Türschilder (Niederländisch: stickers, wimpels en plaatje) sollen dazu für die Freundlichkeitskampagne werben. „Wir wollen den Gästen zeigen, wie freundlich Deutschland ist und erreichen, dass sie uns auch nach der WM wieder besuchen“, sagt Leiterin Nicola Pattberg zum Ziel des Projekts. Na dann. Willkommen, Bienvenue, Welkom!
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